
BIKEPACKING IST IHRE LEIDENSCHAFT. ULTRA-DISTANCE IHRE SPEZIALDISZIPLIN.
Wenn die EVOC-Athletin Jana Kesenheimer an den Start geht, zählt jedes Detail. Die aktuelle EVOC Bikepacking-Kollektion entstand mit maßgeblichem Input der Radsportlerin. Hier
schildert Jana, worauf sie bei ihrem Set-up Wert legt – und wie aus einer pragmatischen Lösung High-Performance-Bags wurden.

WIE ALLES BEGANN: DAS XS-PROBLEM
Mein Problem war lange Zeit im wahrsten Sinne des Wortes klein: Ich bin 162 cm groß und fahre einen XS-Rahmen. Die Schwierigkeit dabei? Standard-Bikepacking-Taschen passen in das kompakte Rahmendreieck so gut wie nie. Wie kombiniere ich Flaschen und Taschen? Lange Zeit hatte ich deshalb keinen festen Ausstatter, bei dem alles auf Anhieb passte. Bis der Kontakt zu EVOC zustande kam.
Tobi, der für den Bikepacking-Bereich zuständige Produktentwickler, war direkt unkompliziert. Sein Versprechen gleich beim ersten Kennenlernen: „Ich mach dir einfach was Passendes für deinen Rahmen!“ Gesagt, getan. Mit dem allerersten maßgeschneiderten Full-Frame-Pack ging es für mich direkt zur ‚Japan Odyssey‘. Das Pack war wasserdicht und leicht, und ich schnell überzeugt. Das war der Startschuss für unsere Zusammenarbeit.

PLATZWUNDER FÜR DEN RENNEINSATZ
Ganz oben auf meiner Wunschliste stand ein langes, aerodynamisches Top-Tube-Pack, das sich über das gesamte Oberrohr erstreckt und über eine clevere Innenaufteilung für Smartphone, Wertsachen, Riegel und mehr verfügt. Es sollte außerdem schmal genug sein, um nicht an den Beinen zu reiben. Ein solches Modell hatte EVOC bis dato nicht im Programm. Inzwischen gibt es das TOP TUBE PACK ULTRA WP 2 für alle.
Bei der Entwicklung des TOP TUBE PACK hatten uns die ersten Tests wichtige Erkenntnisse geliefert. Mit den ursprünglichen Klettverschlüssen ließ sich die Tasche nicht fest genug am Oberrohr befestigen und neigte beim Absteigen vom Rad zum Verrutschen.
Hier half uns der Zufall: Ich schickte Tobi von unterwegs das Foto eines elastischen Gummistraps, der mir in die Hände gefallen war. Seine Antwort kam prompt als Bild zurück: Er testete gerade einen robusten Riemen aus dem Skitourenbereich. Das Ergebnis dieser Konversation? Die neuen, felsenfest sitzenden TPU STRAPS, die heute alles an Ort und Stelle halten. Besonders cool finde ich, dass das Steuerrohr beim TOP TUBE PACK ULTRA WP 2 sogar frei bleiben kann. Das wirkt sich positiv auf die Lenkfreiheit aus. Zwei Straps am Oberrohr genügen.

ZUSÄTZLICHEN STAURAUM GEWINNEN
Da ich meine Trinkflaschen am liebsten im Rahmen transportiere und ungern mit Trinkrucksack fahre, bleibt im XS-Dreieck kaum Platz für zusätzlichen Stauraum. Die Devise lautete also: ausweichen. Das DOWNTUBE PACK WP 1,2 fürs Erste-Hilfe-Set und Werkzeug wandert bei mir seitdem ans Unterrohr. Maximal exponiert für Dreck und Spritzwasser, ist die Wasserdichtigkeit an dieser Stelle besonders wichtig.
Auch der erste Protoyp des DOWNTUBE PACK zwang uns zur Optimierung. Die Position der Straps war dort anfangs nicht optimal für alle Rahmengrößen gewählt. Durch mehrere Anpassungen und Tests konnten wir die Befestigungen schließlich so optimieren, dass am Ende ein Produkt entstand, das wirklich an allen Fahrrädern zuverlässig funktioniert.
WENN ZUVERLÄSSIGKEIT ALLES ENTSCHEIDET

SIGNATURE LINE: ULTRA SERIES
Die ‚Ultra Serie‘ ist dabei eine persönliche Signature-Linie: leicht, minimalistisch und in allen Bedingungen erprobt. Sie bietet alles, vom schnellen Overnighter bis zum kompletten Lightweight-Set für 5000 km über den Kontinent bietet sie alles, auch für kleine Rahmen.
JANA'S RACE SETUP





KLEINIGKEITEN, DIE DEN UNTERSCHIED MACHEN
Ich bin oft mehrere Tage am Stück im Sattel. Mein Material muss im Rennen der Dauerbelastung unter vielen verschiedenen Bedingungen verlässlich standhalten. Es sind dann die vermeintlichen Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Absolut stabile Reißverschlüsse und bedingungslose Wasserdichtigkeit stehen für mich ganz oben. Deshalb sind alle EVOC-Taschen wasserdicht verschweißt. Ich persönlich liebe außerdem Rollverschlüsse an Taschen, die man nicht ständig bedienen muss. Sie halten Feuchtigkeit und Staub zuverlässig draußen und das Packvolumen lässt sich damit flexibel anpassen. So rüttelt auch nichts herum, wenn man zwischenzeitig weniger gepackt hat.
Tobi möchte mir am liebsten zu jeder Saison die neuesten Taschen zum Testen schicken. Aus Gründen der Nachhaltigkeit fahre ich meine Bags gerne so lange wie möglich. Das Schöne dabei ist: Selbst nach vielen tausend Kilometern im Dreck sind selbst die Prototypen noch top in Schuss. Wenn wir allerdings etwas Neues konzipieren, brennt es mir auch in den Fingern, es auszuprobieren.











